Erfüllung der spezifischen Beleuchtungsstandards für Übertragungen
Beleuchtungsstärken (600–1000+ Lux) mit Konformität zu FIFA-Level A und IES-RP-6
Um eine störungsfreie Bewegungserfassung ohne Unschärfe an HD- und UHD-Kameras zu gewährleisten, ist eine vertikale Beleuchtungsstärke von 600 bis über 1000 Lux erforderlich, damit Fußballfelder im Fernsehen gut aussehen. Bei den erstklassigen Spielen der FIFA gilt ein Mindestwert von 800 Lux; die IES-RP-6-Norm enthält zudem zusätzliche Anforderungen, um eine hochwertige Übertragungsqualität sicherzustellen. Die meisten modernen Stadien entscheiden sich für LED-Leuchten, da diese über hochentwickelte Mechanik und Optik verfügen und pro Leuchte mehr als 150.000 Lumen abgeben können. Außerdem reduziert die neueste LED-Technologie im Vergleich zu veralteten Systemen mit Metalldampflampen die Lichtverschwendung rund um den Spielbereich um 40 %. Dadurch wird sichergestellt, dass Zeitlupenwiederholungen gestochen scharf sind. Zudem erfüllt die Beleuchtung die Anforderungen internationaler Rundfunkstandards.
Gleichmäßigkeit (U ≥ 0,6–0,7) für eine ausgewogene Belichtung und die Sicherheit der Spieler
Beleuchtungssysteme mit Gleichmäßigkeitverhältnissen zwischen 0,6 und 0,7 bedeuten, dass niemand weniger als 60–70 % des Lichts erhält, das auf den hellsten Punkt gerichtet ist. Dadurch werden zudem die störenden Hotspots und die Bereiche mit geringerer Beleuchtungsstärke eliminiert, in denen Spieler über nichts stolpern könnten. Stellen Sie sich ein Fußballfeld vor, dessen Mittelpunkt mit 1000 Lux beleuchtet wird: Das bedeutet, dass die Ecken immer noch mindestens 600 bis 700 Lux erhalten sollten. Ohne den zentralen Hotspot stellen die gefährlicheren, ungleichmäßig beleuchteten Bereiche des Feldes weniger ein Problem dar, und die Kamera muss ihre Belichtung nicht ständig anpassen, während sie über das Feld panningt – was entscheidend ist, um Sportveranstaltungen ohne umfangreiche Kommentierung und Schnitte zu übertragen.
Farbtreue: 5000 K–5700 K CCT und CRI ≥ 90 bei HD-/UHD-Sendegüte
Beleuchtung mit einer Farbtemperatur zwischen 5000 K und 5700 K sowie einem Farbwiedergabeindex über 90 liefert die besten Ergebnisse. Diese Art der Beleuchtung gewährleistet eine naturgetreue Farbdarstellung bei Sportübertragungen, darunter die Farben der Trikots der Spieler, des Rasenfeldes und der wesentlichen Markierungen auf dem Spielfeld. Eine Beleuchtungslösung in diesem Bereich hilft zudem, das Problem zu mindern, dass Farbstiche – insbesondere zu grün oder zu rot – in heutigen hochauflösenden 4K-HDR-Übertragungen häufig auftreten. Dieses Problem verstärkt sich bei Szenarien mit High-Dynamic-Range-Bildgebung (HDR). Metallhalogenlampen, die früher häufig als Standard galten, können unzuverlässig sein, da sie im Alter tendenziell eine Gelbfärbung annehmen. Moderne LED-Systeme hingegen bieten über ihre nutzbare Lebensdauer hinweg eine bessere Farbstabilität und -konstanz. Ein weiterer Vorteil von LED-Systemen besteht darin, dass höhere CRI-Werte den Video-Assistenten-Schiedsrichtern (VAR) helfen können, bei nassen Spielfeldbedingungen klarere Entscheidungen bezüglich der Farbe der Karten zu treffen. Rundfunkveranstalter haben diese Verbesserung in den vergangenen Spielzeiten beobachtet.
Weniger visuelle Ablenkung durch auf Übertragung optimierte LED-Stadionleuchten-Optik
Blendungssteuerung: UGR < 25, GR ≤ 50 = stabile Kamera, komfortable Zuschauer
LED-Stadionleuchten müssen mit einer einheitlichen Blendungszahl (UGR) unter 25 ausgelegt sein. Um das Erlebnis der Zuschauer – ob im Stadion oder zu Hause – zu verbessern, ist eine wirksame Blendungssteuerung unerlässlich. Lichtplaner müssen die Systeme so auslegen, dass sie nicht nur die Blendung des Kameraobjektivs reduzieren, sondern auch für die Zuschauer im Stadion während des gesamten Spiels erträglich sind. Die Blendungssteuerung verringerte den Bedarf an Nachfokussierung und Anpassung der Steuerungseinstellungen durch die Kameramänner deutlich. In Stadien, die die UGR-Richtwerte erfüllten, war die Nachfokussierung der Kameras bei schnellen Actionszenen um 40 % seltener erforderlich.
Flimmerfreie Funktionalität und präzise Abstrahlwinkel-Einstellungen für eine perfekte Live-Berichterstattung
Flackernde Lichter verursachen den gefürchteten Banding-Effekt bei Zeitlupenwiedergaben und bei Videos, die mit 120 Bildern pro Sekunde ausgestrahlt werden. Der positive Aspekt ist, dass LED-Stadionbeleuchtung in Sendequialität den Banding-Effekt vollständig vermeidet, da sie mit Ansteuerfrequenzen über 3.000 Hz betrieben werden kann. Diese Systeme sind zudem mit asymmetrischen optischen Systemen ausgestattet, die eine Einstellung des Abstrahlwinkels von 15 Grad bis hin zu 60 Grad ermöglichen. Das bedeutet, dass alle engstrahligen Einstellungen verhindern, dass die Linsen durch unerwünschtes Streulicht verschmutzt werden, während alle weitstrahligen Einstellungen für eine gleichmäßige Ausleuchtung über das gesamte Spielfeld sorgen. Dadurch ist sichergestellt, dass es auch bei maximaler Kamerabewegung während der actionreichsten Szenen zu keiner Unterbrechung der 4K- und UHD-Sendungen kommt.
Optimierte Mastanordnung und photometrisches Design für eine lückenlose Ausleuchtung des gesamten Feldes
Wenn die Pole in der richtigen Anordnung platziert und das gesamte Lichtkonzept entsprechend ausgelegt wird, ergibt sich eine gleichmäßige, homogene und blendfreie Ausleuchtung des gesamten Spielfelds. Dadurch werden zudem unerwünschte Schatten und Hotspots vermieden, die sich nachteilig auf die Spieler sowie auf die Qualität der Übertragung auswirken könnten.
Strategische Positionierung der Masten (4–6 pro Seite, Höhe: 15–21 m) und Lichtverteilung
Die Aufstellung von 4–6 Masten auf jeder Seitenlinie in einer Höhe von 50–70 ft gewährleistet optimale Beleuchtungsstärken und verhindert gleichzeitig, dass Licht außerhalb des relevanten Bereichs austritt. Je höher die Masten – insbesondere auf der 70-ft-Seite – sind, desto größer ist der Abstand zwischen ihnen (und damit desto geringer die Anzahl der Masten), da das Ziel darin besteht, die Einhaltung internationaler Beleuchtungsstandards für das Spielfeld sicherzustellen. Die Positionierung, die Ausrichtungswinkel sowie die Lichtverteilung für jede Leuchtzone werden mithilfe fortschrittlicher Computermodelle – sogenannter photometrischer Modelle – bestimmt, um eine sachgerechte Beleuchtung zu gewährleisten. Der Einsatz von Doppelhalterungen sowie die Querstrahl-Konfiguration der Masten verbessert die Ausleuchtung dunkler Bereiche und maximiert die Beleuchtungsstärke im zentralen Spielfeldbereich (d. h. im Bereich mit der höchsten Spielerbewegung). Darüber hinaus werden die FIFA-Standards analysiert, um sicherzustellen, dass die Lichtqualität, die Gleichmäßigkeit der Beleuchtung sowie die Einhaltung des Verhältnisses von 0,7 und einer Blendung unter 25 in allen kritischen Sichtbereichen (von den Kameras aus sowie innerhalb des Spielfelds) gewährleistet sind.
Wie viel Beleuchtung benötigen Fußballfelder für Rundfunkübertragungen?
Je nach erforderlichem Detailgrad benötigen Fußballfelder für Rundfunkübertragungen eine vertikale Beleuchtungsstärke zwischen 600 und über 1000 Lux. FIFA-Stadien der Klasse A benötigen mindestens 800 Lux.
Welche Rolle spielt das Gleichmäßigkeitsverhältnis bei der Stadionbeleuchtung?
Gleichmäßigkeitsverhältnisse bei der Stadionbeleuchtung im Bereich von 0,6 bis 0,7 sorgen für eine gleichmäßige Lichtverteilung, um sowohl helle als auch dunkle Bereiche auf dem Spielfeld zu vermeiden. Dadurch wird die Sicherheit der Spieler sowie die Qualität der Übertragung verbessert.
Was ist Farbgenauigkeit und wie wirkt sie sich auf Sportübertragungen aus?
Eine genaue, lebensnahe Darstellung der Farben von Mannschaften und Schiedsrichtern ist für Zuschauer unerlässlich – insbesondere für jene im Sichtfeld des Schiedsrichters. Eine Farbtemperatur von 5000 K bis 5700 K sowie ein Farbwiedergabeindex von 90 gelten als Standard für die Farbtreue bei Rundfunkübertragungen.
Was versteht man unter Blendungssteuerung bei der Stadionbeleuchtung?
Die Steuerung von Blendung verbessert die Bildqualität sowie die Betrachtbarkeit für die Zuschauer.
Welche Auswirkung hat flimmerfreie Beleuchtung auf die Sportübertragung?
Beleuchtung ohne Flimmern und mit einer Treiberfrequenz von über 3000 Hz ermöglicht eine nahtlose und unterbrechungsfreie Live-Übertragung sowie die einfache Darstellung von Zeitlupen-Wiederholungen ohne Banding-Effekte.